null Demokratie ist das höchste Gut

Demokratie ist das höchste Gut – Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Berufsbildungswerkes diskutieren mit Bürgermeister Dr. Bernhard Resch.

Im Hinblick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen setzte das Berufsbildungswerk Abensberg ein starkes Zeichen für Demokratiebildung. Rund 100 angemeldete Teilnehmerinnen und Teilnehmer – Auszubildende, Lehrkräfte sowie interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – kamen in die B.B.W. Disco zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung mit dem Bürgermeister der Stadt Abensberg.

Gleich zu Beginn seines Vortrags machte Bürgermeister Resch die Bedeutung des Themas deutlich: „Demokratie ist das höchste Gut.“ Mit diesem Satz eröffnete er seinen Beitrag und richtete sich direkt an das Publikum: „Sie alle bestimmen mit Ihrer Wahl die Politik.“ Damit schlug er die Brücke zwischen politischer Theorie und der konkreten Verantwortung jedes Einzelnen bei den anstehenden Kommunalwahlen und überhaupt. Für uns als Berufsbildungswerk war es ein wichtiges Anliegen, diesen Gedanken zu unterstreichen: Demokratie lebt von Beteiligung – und jede Stimme zählt.

BBWTeilnehmende und Lehrer hören den Ausführungen des Bürgermeisters zuBild: Teilnehmerinnen und Teilnehmer lauschen dem Vortrag über Demokratie/ Foto:S.Haumer

Im weiteren Verlauf erläuterte der Bürgermeister anschaulich das politische System auf kommunaler Ebene. Er erklärte die Aufgaben von Stadtrat und Verwaltung und erläuterte einzelne Referate. Dabei wurde deutlich, wie eng kommunale Politik mit dem Alltag der Bürgerinnen und Bürger verknüpft ist – von Bildungsfragen über Infrastruktur bis hin zu Integration und Inklusion. Besonders wichtig war ihm dabei der Hinweis auf das Grundgesetz. „Das Grundgesetz ist die Basis unserer Freiheit und garantiert, dass alle Menschen gleich sind“, so Resch.

An den Vortrag schloss sich ein reger Austausch an. Zahlreiche Wortmeldungen aus dem Auditorium zeigten, wie intensiv sich die jungen Menschen mit politischen Fragen auseinandersetzen. So wurde unter anderem gefragt, wo die Partei BSW politisch einzuordnen sei und wie man dem Erstarken der AfD begegnen könne. Auch die Wahrnehmung, dass sich Wahlprogramme häufig kaum voneinander unterschieden, wurde kritisch angesprochen. Der Blick ging zudem über die kommunale Ebene hinaus: In einer Wortmeldung wurde angemerkt, dass Donald Trump trotz demokratischer Strukturen autoritäre Tendenzen fördere. Der Bürgermeister betonte in seiner Antwort die Bedeutung starker Institutionen und einer aktiven Zivilgesellschaft als Grundpfeiler jeder funktionierenden Demokratie.

Besonderes Interesse weckte die Frage nach dem Arbeitsalltag eines Bürgermeisters. Neben repräsentativen Aufgaben, so erklärte er, stünden zahlreiche Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern, Verwaltungsarbeit sowie die Umsetzung politischer Beschlüsse im Mittelpunkt seiner Tätigkeit.

Mit einem eindringlichen Appell endete die Veranstaltung: „Ihre Wahl ist wichtig!“, so Dr.Resch. Das B.B.W. zeigte mit dieser Veranstaltung, wie politische Bildung lebendig gestaltet werden kann – durch Information, offenen Austausch und die Ermutigung, sich aktiv in demokratische Prozesse einzubringen.